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#Neuigkeiten 10. Juni 2025

Mit Leidenschaft ans Ziel

Ahmed Jelani ist einer der Kollegen, der bei uns über AZAV Triebfahrzeugführer gelernt und danach bei SPITZKE seine berufliche Heimat gefunden hat – dank viel Eigeninitiative und der Unterstützung unserer SLG­-Profis.

Wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann gibt es keine Schwierigkeiten“, sagt Ahmed Jelani. „Keine Hürden, die man nicht bereit ist, zu nehmen.“ Seit fast einem Jahr steuert der 41-Jährige nun schon die Loks unserer SLG über die Gleise. Der Weg dahin war nicht der leichteste. Im Oktober 2014 kam der Vater von drei Kindern aus Eritrea nach Deutschland, hat eine Ausbildung als Mechatroniker begonnen und sich selbst Deutsch beigebracht – seine dritte Fremdsprache –, und das ganz ohne Kurs. „Ich habe die Sprache tatsächlich über YouTube gelernt“, erzählt er mit einem Lachen auf den Lippen. „Wenn ich etwas nicht verstanden hatte, dann habe ich es auf Arabisch übersetzt, und wenn das nicht geholfen hat, dann auf Englisch.“ Seine Muttersprache ist eigentlich Tigre.

Die Ausbildung zum Mechatroniker musste er aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, hat anschließend in der Gastronomie gearbeitet und schließlich sein Interesse für Eisenbahntechnik wiederentdeckt. Rund hundert Bewerbungsschreiben sowie zahlreiche positive Antworten später hat Ahmed sich schließlich für SPITZKE als Ausbildungsort entschieden. Das Ziel: Triebfahrzeugführer werden. Alles selbst anzugehen, sich nicht auf der Hilfe anderer auszuruhen, sondern stetig dazuzulernen, das sei ihm wichtig, sagt er. Das gilt auch für das Regelwerk im Bahnbetrieb. „Ich war schon ein bisschen geschockt, als ich diesen Riesenwälzer das erste  Mal in den Händen hielt“, erinnert er sich an diesen Moment. „Das war eine echte Herausforderung – aber kein Grund, aufzugeben.“

Dabei konnte er auch auf die Unterstützung seiner neuen Kolleginnen und Kollegen von der SLG und der AKADEMIE bauen, die jederzeit offen für seine Fragen waren. „Als ich nach meiner Prüfung die erste Alleinfahrt hatte, war da keine Nervosität mehr“, erzählt Ahmad Jelani und lächelt. Warum auch – bei dem Engagement?!