In Deutschland gibt es nur etwa 120 Planungsingenieure für Oberleitungsanlagen. Viel zu wenig für die anstehenden Aufgaben in der Branche“, sagt Petya Straub, NL-Leiterin der EPS in Leipzig
„Zwar sind wir vergleichsweise gut aufgestellt, aber um den Bedarf an OLA-Planungen auch künftig decken zu können, müssen wir unsere Kapazitäten erweitern“, ergänzt sie. Dass dies bei der Arbeitsmarktlage nur über die Ausbildung des eigenen Nachwuchses möglich ist, davon sind auch EPS-Geschäftsführer Marcin Jambor und der Leiter der AKADEMIE Florian Volke überzeugt. Eine eigene Qualifizierung oder einen passenden Studiengang gibt es jedoch deutschlandweit nicht. Bisher wurden Planerinnen und Planer daher „on the Job“ mit dem nötigen Know-how versorgt – meist in Eins-zu-eins-Partnerschaften mit erfahrenen Profis. „Ein solches Vorgehen ist jedoch sehr zeitaufwendig und bindet das ohnehin knappe Personal“, erläutert Marcin Jambor und verweist auf ein neues Ausbildungsprogramm, das die EPS mit der AKADEMIE entwickelt hat.
Dieses richtet sich an Uniabsolventen mit Ingenieurs-Hintergrund sowie Quereinsteiger und beginnt mit einer sechsmonatigen Intensivschulung, für die ein Planungsexperte als Trainer gewonnen werden konnte. Neben der umfassenden Vermittlung theoretischer Kenntnisse beinhaltet diese Exkursionen zu Bauvorhaben oder bspw. zur MuR oder SFS. Anschließend folgt eine Praxisphase mit Fokus auf konkrete Projekte. So soll das Konzept künftige OLA-Planer fit für den Job machen.
In Leipzig läuft bereits seit Februar der erste Kurs mit fünf Kolleginnen und Kollegen von SPITZKE, die direkt von der Fachexpertise der erfahrenen Planer profitieren. „Künftig soll daraus nicht nur eine regelmäßige SPITZKE-interne Weiterbildungsoption werden“, gibt Florian Volke einen Ausblick. „Wir wollen mit dem Programm auch neue Kolleginnen und Kollegen in die UG SPITZKE holen und so unsere Bedarfe langfristig sichern.“